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Auf Ihrer Waschmittelpackung stehen drei Spalten. Welche gilt bei Ihnen?

Links wird Waschpulver in die Schublade dosiert, rechts der Wasserhahn mit dem Zulaufschlauch

Nehmen Sie Ihre Waschmittelpackung einmal in die Hand und drehen Sie sie um.

Dort steht eine Tabelle. Drei Spalten: weich, mittel, hart. Darunter drei verschiedene Mengen.

Die meisten nehmen die mittlere. Oder die Kappe, die gerade voll aussieht.

Diese Tabelle ist keine Empfehlung

Sie steht dort, weil sie dort stehen muss. Vorgeschrieben ist das europäisch, für jedes Waschmittel, das hier verkauft wird.

Das klingt nach einer Formalie.

Dahinter steckt aber der Grund, warum dieselbe Wäsche bei dem einen weich wird und bei dem anderen nicht.

Ein Teil Ihres Waschmittels wäscht nicht. Er arbeitet gegen Ihr Wasser.

Was in der Packung wirklich drin ist

Waschmittel besteht nicht nur aus den Tensiden, die den Schmutz lösen. Ein weiterer Bestandteil hat eine ganz andere Aufgabe. Er bindet das Calcium im Wasser, bevor die Tenside anfangen können.

In Pulverwaschmitteln ist dieser Anteil groß. In flüssigen ist er sehr klein.

Je härter Ihr Wasser, desto mehr davon wird gebraucht. Daher die drei Spalten.

Je härter das Wasser, desto mehr Seife bindet sich an den Kalk, statt an den Schmutz.

Was dabei entsteht, heißt Kalkseife. Sie löst sich nicht in Wasser, wird also auch nicht ausgespült, sondern bleibt zwischen den Fasern liegen.

Bei Frottee fällt das am stärksten auf. Die Schlaufen sollen sich nach dem Waschen wieder aufstellen, und mit einer Schicht dazwischen tun sie das nicht mehr.

Makroaufnahme von Frotteeschlaufen mit matten, flachgedrückten Stellen
Frottee aus der Nähe. Die matten Stellen sind flachgedrückte Schlaufen.

Das ist kein Pflegefehler. Das ist eine chemische Reaktion.

Wo Sie das bei sich wiederfinden

  • Das Handtuch bleibt beim Zusammenlegen von allein stehen.
  • Der dunkle Pullover sieht stumpf aus, dabei ist er zwei Jahre alt.
  • Im Waschmittelfach sitzt ein heller Rand, der nicht weggeht.
  • Und beim Dosieren nehmen Sie inzwischen lieber etwas mehr.
Eine Hand hält ein Handtuch am Zipfel, es steht steif waagerecht ab
Ein dunkelblauer Pullover auf dem Wäscheständer, die Farbe wirkt gleichmäßig stumpf
Die ausgezogene Waschmittelschublade mit einem hellen Rand an den Kanten
Waschpulver wird aus der Dosierkappe in die Schublade geschüttet

Prüfen Sie es, bevor Sie uns glauben

Drei Minuten, heute Abend

  • Drehen Sie Ihre Waschmittelpackung um. Die Tabelle nach Wasserhärte steht auf jeder.
  • Ihren eigenen Härtebereich muss Ihnen Ihr Wasserversorger einmal im Jahr mitteilen. Weich ist unter 8,4 Grad deutscher Härte, mittel bis 14 Grad, darüber gilt Wasser als hart.
  • Ziehen Sie das Waschmittelfach heraus. Der helle Rand darin ist kein altes Pulver.

Danach wissen Sie, ob dieser Text Sie überhaupt betrifft. Bei weichem Wasser nämlich nicht.

Dagegen gibt es genau zwei Dinge

Das eine kommt in die Maschine: Entkalker, Tabletten, Pulver. Die arbeiten hinterher und müssen jedes Mal richtig dosiert werden. Über Monate hält das kaum jemand durch.

Das andere kommt in den Keller: eine Enthärtungsanlage. Dafür braucht man Platz, Strom, einen Abfluss, Regeneriersalz und einen Fachbetrieb für den Einbau. Sie kostet ein Vielfaches, und zur Miete fällt sie ohnehin aus.

Beides setzt am Ende an. Nichts davon am Wasser, das in die Maschine läuft.

Was dazwischen liegt

Zwischen den Wasserhahn und den Zulaufschlauch passt ein kleines durchsichtiges Gerät. Es heißt Marpure.

Das Gerät zwischen Wasserhahn und Zulaufschlauch neben der Waschmaschine

Darin sind Polyphosphatkristalle. Sie lösen sich langsam im durchströmenden Wasser und binden dabei das Calcium, sodass es sich schlechter absetzen kann.

Es ist kein Wasserenthärter. Ihr Wasser behält seine Härte, dem Wasser wird nichts entzogen. Was sich ändert, ist nicht die Zahl auf Ihrer Packung, sondern was der Kalk danach in der Maschine und in der Wäsche noch anrichten kann.

An diesem Satz können Sie jeden messen, der Ihnen etwas gegen Kalk verkaufen will.

Es arbeitet chemisch, nicht mit Magneten und nicht mit Frequenzen.

Angeschraubt ist es in fünf Minuten, ohne Werkzeug. Hahn zu, Schlauch ab, Gerät auf den Hahn, Schlauch wieder dran. Nichts wird aufgetrennt, nichts gebohrt. Man muss also auch niemanden fragen, auch nicht zur Miete.

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Was Sie erwarten können

Vom ersten Waschgang an ist das Polyphosphat in dem Wasser, das in Ihre Maschine läuft. Sehen werden Sie das nicht sofort. Wäsche verändert sich langsam, und die ersten Wochen vergehen, ohne dass sich etwas anders anfühlt.

Was über Jahre hart geworden ist, wird auch nicht wieder weich. Es geht um das, was ab jetzt dazukommt. Wer mehr verspricht, verspricht zu viel.

Eine Füllung reicht bei normalem Gebrauch rund drei Monate. Nachfüllen dauert zwei Minuten, und weil die Kammer durchsichtig ist, müssen Sie sich nichts merken. Sie sehen es im Vorbeigehen.

Drei Kammern mit abnehmendem Füllstand
NeuNach 6 WochenNach 3 Monaten

An der Tabelle ändert sich nichts. An dem, was der Kalk danach noch anstellen kann, schon.

Für wen das nichts ist

Wenn Ihr Wasser weich ist, betrifft Sie das hier nicht. Schauen Sie also erst nach, welcher Härtebereich bei Ihnen gilt.

Über 28 Grad deutscher Härte ist das Gerät nicht ausgelegt.

Und wenn bei Ihnen ohnehin schon eine Enthärtungsanlage im Keller steht, brauchen Sie das hier nicht.

Was bleibt

Die Tabelle auf Ihrer Packung verschwindet nicht, und das soll sie auch nicht. Sie ist nur der sichtbarste Hinweis darauf, dass Ihr Wasser bei jeder Wäsche mitredet.

Jede Wäsche, die vorher läuft, bringt den Kalk mit, der danach zwischen den Fasern bleibt. Der nächste Waschgang ist deshalb der bessere Zeitpunkt als der nächste Monat.

Sechzig Tage lang können Sie es zurückschicken, auch angeschraubt und mit halb verbrauchter Füllung. Bei Kalk merkt man erst nach Wochen etwas, und genau dafür ist diese Frist da.

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Marpure ist kein Wasserenthärter. Dem Wasser wird nichts entzogen, die Härte bleibt unverändert, und die Dosierangabe auf Ihrer Waschmittelpackung gilt unverändert weiter. Nicht für Trinkwasser geeignet, ausschließlich für den Kaltwasseranschluss. Behandelt nur das Wasser, das in die Wasch- oder Spülmaschine läuft. Das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen bleibt unberührt. Preise und Lieferbedingungen stehen auf der Produktseite. Versendet wird aus den Niederlanden, die Anbieterangaben stehen im Impressum.

Quellen: Dosierempfehlung nach Wasserhärte auf jeder Waschmittelpackung nach Verordnung (EG) Nr. 648/2004, Anhang VII. Härtebereiche weich, mittel und hart sowie die jährliche Mitteilung durch den Wasserversorger nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz und § 46 Abs. 3 Trinkwasserverordnung. Anteil der Enthärter in Pulver- und Flüssigwaschmitteln: IKW, Informationsserie Waschmittel.

Kalkschutz, bevor das Wasser in die Maschine läuftKalkschutz für die WaschmaschineAnsehen